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10. April 2020

Was bedeutet das Klimapaket der Bundesregierung für Haus und Heizung?

Klimapaket

Klimapaket der Regierung – Was müssen Hausbesitzer bedenken

Der Klimawandel hat in letzten Jahren immer schwerere Auswirkungen gehabt, so dass viele Länder heute versuchen, den dafür verantwortlichen CO2-Ausstoß stark zu begrenzen. In diesem Sinne ist Ende letzten Jahres das Klimapaket der Regierung entstanden. Was bedeutet diese Maßnahme jedoch für den Privathaushalt?

Was besagt das Klimapaket der Regierung?

Im Klimapaket hat die Regierung viele Maßnahmen veranlasst, die gemeinsam die CO2 Emissionen begrenzen sollen. Das Ziel der Maßnahmen ist es, dass im Jahr 2050 nicht mehr CO2 ausgestoßen wird, als auf natürliche Weise abgebaut werden kann. Natürlich ist es nötig, verschiedene Zwischenziele zu setzen, um dieses Endziel erreichen zu können. Die Rechtsgrundlage für diese Maßnahmen wurde von der Bundesregierung dann im Dezember 2019 geschaffen, als das Bundes-Klimaschutzgesetz (KSG) verabschiedet wurde.
Zu den Sektoren, die als Hautverursacher der Treibgasemission angesehen werden, gehören auch Gebäude. Dieser Sektor hat zurzeit einen Anteil von 14% am CO2 Ausstoß in Deutschland. Darum treten auch für Hausbesitzer eine Serie von Veränderungen ein, die beachtet werden müssen. Ab dem Jahr 2021 muss für CO2 Ausstoß bezahlt werden und es dürfen ab 2026 auch keine neuen Ölheizungen mehr installiert werden. Auf der positiven Seite gibt es jedoch verschiedene Fördermittel, mit denen man auf moderne Heizungen umsteigen kann.

Welche Kosten kommen zusätzlich auf Privathaushalte zu?

Mit Inkrafttreten der Bestimmungen wird zunächst ein Preis von 25 Euro pro Tonne CO2 erhoben. In den Folgejahren ist geplant, den Preis zu steigern, bis schließlich 35 Euro pro Tonne CO2 fällig werden. Hauptsächlich betroffenen von diesen Maßnahmen sind Haushalte, in denen mit fossilen Brennstoffen wie Öl geheizt wird. In einem schlecht isolierten Haus oder Wohnung mit einer Ölheizung können jährlich durchaus 125 Euro an Mehrkosten zusammenkommen. In einem Energiesparhaus mit guter Wärmeisolation und einer umweltfreundlichen Heizung belaufen sich die Kosten höchstens auf 25 Euro. Es lohnt sich also, im eigenen Haus Maßnahmen zu ergreifen, um den CO2 Ausstoß zu senken.

Jetzt von Förderung für die neue Heizung profitieren

Wer im Haus Maßnahmen zum Umweltschutz ergreifen möchte, kann seit dem 1. Januar 2020 von neuen Fördermitteln profitieren, die beispielsweise den Heizungswechsel wesentlich erleichtern können. Maßnahmen wie das Marktanreizprogramm (MAP) und die KfW-Förderungen bestehen zwar schon seit einiger Zeit, jetzt werden jedoch höhere Förderungsbeträge angeboten. Dabei werden nicht mehr, wie früher Festbeträge erteilt, sondern vielmehr ein prozentualer Anteil der Kosten, die dem Hausbesitzer anfallen.
Außerdem wird jetzt eine zusätzliche Prämie angeboten, wenn man eine Ölheizung gegen eine umweltfreundliche Heizung austauscht. Je nachdem für welche Art von Heizung man sich entscheidet, kann man vom Staat eine Prämie erhalten, die bis zu 45 Prozent der Kosten betragen kann.
Nicht zuletzt gibt es bei dem Klimapaket der Regierung auch eine steuerliche Erleichterung. Insgesamt 20 Prozent der Kosten für die Sanierungsmaßnahmen können über einen Zeitraum von 3 Jahren von der Steuer abgesetzt werden. Wer einen Energieberater einsetzt, kann auch von diesen Kosten 50 Prozent von der Steuer absetzen.
Wer diese Förderungsmittel zu nutzen weiß, kann sein Haus jetzt kostengünstig sanieren und späterhin von geringeren Betriebskosten profitieren.

Die Funktion des Energieberaters

Es ist vorgesehen, dass innerhalb des Klimapakets der Regierung in bestimmten Fällen auch eine Energieberatung für Hauseigentümer zur Pflicht wird. Zu diesen Fällen gehört beispielsweise ein Eigentümerwechsel, wenn ein Haus gekauft oder auch geerbt wird. Diese Maßnahme erscheint zunächst drastisch, gewährt dem Hauseigentümer jedoch zahlreiche Vorteile. In den meisten Gebäuden ist nämlich ein großes Energiesparpotential vorhanden, dass vom Laien häufig gar nicht erkannt wird. Von der Dämmung der Heizungsrohre bis zur Installation einer Anlage für Heizung und Erzeugung von Warmwasser, die sich den individuellen Gegebenheiten perfekt anpassen kann, sowie einer Orientation zum Thema Solarenergie kann ein Energieberater eine wertvolle Arbeit leisten, von der Sie als Hausbesitzer langfristig profitieren und Energiekosten sparen können.

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